Wenn der Dezember einzieht, schmücken sich Les Halles de Lyon Paul Bocuse mit ihren schönsten Schätzen. Kaviar, Foie gras, Hummer: eine Reise ins Herz der Festtafel.
Es liegt im Dezemberhauch ein besonderer Duft, der durch die Gänge des „Bauchs von Lyon" schwebt. Der Duft des nahenden Festes. In Les Halles de Lyon Paul Bocuse, einer außergewöhnlichen Markthalle, die zu den schönsten der Welt zählt, verwandeln sich die Auslagen in Schmuckschatullen. Die Kaviardosen ruhen dort wie Juwelen, und jedes Haus wetteifert im Können, um die schönsten Tafeln für den Jahreswechsel zu komponieren.
Der Kaviar herrscht in voller Pracht. Fern der großen Routen des Ostens pflegt Frankreich heute sein eigenes schwarzes Gold: der Baeri aus dem Aquitaine und der Kaviar aus der Sologne, geduldig über die Jahre herangezogen, werden von den größten Köchen gerühmt, von Joël Robuchon bis Georges Blanc. Es braucht sieben bis neun Jahre, bis eine Störin ihre ersten Körner gibt: diese Geduld lässt sich schmecken. In Les Halles kommen die Liebhaber, um zu riechen, zu vergleichen und dem Rat feiner Krämer zu lauschen, die vom Kaviar sprechen wie von einem großen Wein.
Doch die Vortrefflichkeit endet hier nicht. Die Maison Rolle, seit 1971 vertreten, räuchert ihren Lachs in traditionellen Räucherkammern und fertigt ihre Enten-Foie-gras vor Ort. An den Ständen der Austernhändler warten Hummer und Langustinen von kleinen bretonischen Booten auf die schönsten Feste, während das Comptoir Paul Bocuse französischen Kaviar, Foie gras, Champagner und große Weine in der reinen Tradition des Meisters vereint.
Rechtzeitig bestellen, mit Sorgfalt wählen, eine Tafel decken, die der eigenen Lieben würdig ist: das ist die ganze Lyoner Kunst des Empfangens. In Les Halles werden die Festtage nicht bloß vorbereitet, sie werden vom ersten Schritt unter dem Glasdach an gefeiert. Und man geht, die Arme voller Schätze, mit bereits leuchtenden Augen davon.
