Vom Magazin Food & Wine zum drittbesten Markt der Welt gekürt, krönen Les Halles de Lyon Paul Bocuse anderthalb Jahrhunderte Genuss.
Die Nachricht hallte durch ganz Lyon wie eine Selbstverständlichkeit: Les Halles de Lyon Paul Bocuse zählen nun zu den drei besten Markthallen der Welt, so das renommierte amerikanische Magazin Food & Wine. Ausgewählt von mehr als vierhundert internationalen Experten, reihen sie sich direkt hinter dem Chatuchak-Markt in Bangkok und dem Borough Market in London ein. Eine weltweite Krönung für das, was die Lyoner stolz "den Bauch von Lyon" nennen.
Hinter dieser Auszeichnung steht eine Geschichte. 1859 auf der Place des Cordeliers gegründet, 1971 in das Viertel Part-Dieu verlegt, erhielt die große Genusshalle 2007 den Namen des berühmtesten Kochs der Stadt, Paul Bocuse. Der Meister hatte hier seine Adressen, seine Lieferanten, seine Gewohnheiten: ein Beweis dafür, dass dieser Tempel der Tafel seinem Paten alle Ehre macht.
Der wahre Reichtum von Les Halles sind seine Häuser. Rund fünfzig außergewöhnliche Händler pflegen die edelsten Handwerke der guten Küche: die gereiften Käse der Mère Richard, die Charcuterie von Colette Sibilia, die Gewürze und Schätze der Welt von Bahadourian, seit 1929 geöffnet, oder die berühmten Quenelles. Viele tragen den begehrten Titel Meilleur Ouvrier de France.
Jedes Jahr kommen fast eine Million Besucher, um diese Exzellenz zu kosten, zwischen einer Meeresfrüchteplatte und einem Glas Weißwein. Mit dem Eintritt in dieses Welt-Trio bestätigen Les Halles de Lyon Paul Bocuse, was die Stadt schon immer wusste: Hier ist Gastronomie kein Wort, sondern eine Lebenskunst.
